Nicht neu, aber immer wichtiger: Das Faktenprüfen – vom “Fact Checker”

Einen hoch interessanten Beitrag von Tatjana Rauth kann man dieser Tage – seit gestern im Netz – bei derstandard.at lesen. Die immer wieder zu lobende Qualität dieser exzellenten Zeitung aus dem Nachbarland Österreich bringt in ihrem Online-Bereich laut eigener Darstellung “Nachrichten in Echtzeit” – und das, was man dort zu lesen bekommt, ist immer wieder spannend, anregend, innovativ, gut reflektiert.
Beim Mainzer MedienDisput im Herbst 2011 hörte ich die Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid erstmals, gelesen hatte ich schon viel von ihr. Sie war einfach exzellent, unaufgeregt, clever, auch sympathisch.
Was nun schreibt derstandard.at mit Datum Montag dieser Woche? Hier nachzulesen:

http://derstandard.at/1328162323249/We-fact-check-your-ass-Digitales-Fact-Checking-veraendert-Journalismus

Es geht um die Rolle von “Fakten-Checken” – eine wichtige Arbeit, die in Zeiten des Überflutens von Nachrichten immer bedeutender wird. Vielleicht wird der “fact-checker” gar die zentrale Rolle in den Medien, nicht nur in den Leitmedien übernehmen, wo der neudeutsch “User” kaum noch Orientierung findet im Nachrichten-Wust? Die Qualitätsprintmedien haben für diese Aufgaben exzellente – und zahlreiche Mitarbeiter/innen. Die Onlinemedien haben die Chance und die Hilfe durch die vielen, die im Netz als Korrektiv (mit-)wirken.

Die “kleineren” Medienhäuser sollten an dieser Funktion nicht sparen. Es hat ja schon weh getan, als man sich die Korrektoren und Lektoren “eingespart” hatte. Es tat weh, als die Aufgabe der Fotografen plötzlich die Redakteure mit zu übernehmen hatten.
Es täte dem Journalismus gut, sich auf diese ureigene Tugend des “Fakten-Checkens” zu besinnen.
Das ist ganz im Sinne der guten alten (und immer wieder aktualisierten) Kodices des Deutschen Presserates.

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