Erklären und wahrhaftig sein

Die Journalisten haben viele Aufgaben, die Themen, die die Welt – die große wie die kleine – bewegen, haben sie zu transportieren, und das, ohne zu lügen, ohne sich für eine Sache oder eine Person gemein zu machen, ganz im Sinne von Hajo Friedrichs, einem der großen Moderatoren der Tagesthemen in den 1980er Jahren.
Wirtschaftsjournalisten haben das Problem, dass sie – nicht selten – Informationen zu transportieren haben, die schwierig, kompliziert, komplex sind, so dass – siehe EU und Rettungsschirm – so mancher Politiker in den Medien kaum exakt formulieren konnte, worum es eigentlich geht.
Fachjournalisten sind dann gut, wenn sie in allgemein zugänglichen Medien (in der Fachpresse ist der Kreis der “User” kleiner, aber eben auch aus der Fachbranche) etwas so erklären können, dass das Verstehen bei den Nutzern wächst, nicht das Nichtverstehen. Wenn Fachjournalisten über technische Details eines Atomkraftwerkes von (Atom-)Physikern verstanden werden, ist das m.E. einfacher, als wenn die breite Masse den Beitrag zu verstehen hat.
Es gibt viele exzellente Beispiele für exzellenten Journalismus, und das nicht allein bei den sog. großen Qualitätsmedien, denn: Qualität kann auch in vermeintlich kleinen Medien stecken. Aber: So manche publizieren leider nur für eine eng umzirkelte Fach-Community, verwenden nur deren Fach-Termini, genieren sich vielleicht sogar, zu erklären, Politiker-Kauderwelsch zu “übersetzen” oder kritisch zu hinterfragen. Tagesschau.de hat sich mit dieser Frage befasst:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/interviewgoderbauermarchner100.html

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